ZSO-Wasserschloss

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Neuerscheinung: Das Zivilschutz Mitteilungsblatt 1

Wir freuen uns, Ihnen noch im "alten Jahr" das neue Zivilschutz Mitteilungsblatt zu präsentieren.

Die Ausgabe 1-2007 können Sie hier herunterladen: Mitteilungsblatt 1 2007


Fahrzeugeinweihung ZSO Wasserschloss / 09. November 2007

Schneefall und schlechte Wetterbedingungen konnte die Behördenvertreter der Gemeinde Untersiggenthal, Kommissionsvertreter der Wasserschloss Region, das Kommando der ZSO Wasserschloss und die Lieferfirmen nicht von der offiziellen Fahrzeugübergabe abhalten. Die ZSO Wasserschloss hat ein Einsatzfahrzeug erhalten.

Seit Beginn des Zivilschutzes wurden während der Wiederholungskurse entweder private Fahrzeuge der Dienstleistenden eingesetzt oder diese von offiziellen Autovermietern teuer zugemietet. Immer wieder kam es dabei auch zu Versicherungsfällen welche aufwendig und langwierig bearbeitet werden mussten. Auch kam es auch vor, dass eingeplante Fahrzeuge kurzfristig ausgefallen sind oder diese anderweitig im Einsatz waren. Die Flexibilität war somit nicht gewährleistet und die Abhängigkeit vom "Goodwill" von Privatpersonen war einfach zu gross. Im weiteren hat sich die Sirenensituation in der ganzen Region verändert. Die Alarmierung der Bevölkerung mit den mobilen Sirenen steht im Ernstfall mit privaten Fahrzeugen auf wackligen Beinen. Die Feuerwehren haben zwar die mobilen Sirenen auf ihren Einsatzfahrzeugen montiert, diese Fahrzeuge können aber im Ernstfall bereits anderweitig im Einsatz stehen. Mit dem ZS- Fahrzeug steht nun im Alarmierungsfall ein zusätzliches Fahrzeug zur Verfügung.

Umso glücklicher ist die Führung der Zivilschutzorganisation Wasserschloss, dass sie heute ihr neues Einsatzfahrzeug in Empfang nehmen durften. Das Fahrzeug wurde von der Autohaus Küng AG in Gebenstorf bezogen. Es handelt sich dabei um einen Nissan Interstar. Der Dieselmotor ist mit einem Feinstaubpartikel ausgerüstet. Eine Anhängerkupplung ist für die vielen Einsatzanhänger Pflicht. Auch die Installation für die rasche Sirenenmontage ist angebracht. Die Firma Schneider Fahrzeugeinrichtungs GmbH in Zurzach war für die Anpassungen im Innenraum verantwortlich. Eingesetzt wird das Fahrzeug für die rund 26 verschiedenen WK's die während des Jahres statt finden. Dabei werden die Dienstleistenden wie auch das Material der ZSO transportiert. Ausgerüstet ist das Fahrzeug auch mit allen Werkzeugen für den Anlage- und Materialdienst. Diese Arbeiten werden während des ganzen Jahres in den unterhaltintensiven Anlagen der 4 ZSO-Gemeinden durchgeführt.

Die Neuanschaffung wurde über das Konto der Ersatzbeträge der Gemeinde Untersiggenthal finanziert. Dieses Geld stammt aus den Ersatzbeiträgen von Hausbauern, welche keine Schutzbauten erstellen wollten oder davon befreit wurden. Die Verwendung der Gelder ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben und ist zweckgebunden. Somit schlägt sich die Anschaffung nicht auf das Budget der Gemeinde nieder.

 

Die angehörigen der Zivilschutzorganisation freuen sich auf den nächsten Einsatz mit dem Fahrzeug - und dann hoffentlich nur zu Übungszwecken.


Grosser Einsatz für die Kleinsten

Der grosse Wiederholungskurs (WK) der Zivilschutzorganisation (ZSO) Wasserschloss im September ist jedes Jahr ein wichtiger Fixpunkt im Jahresprogramm der Zivilschützer. Dieses Jahr leisteten rund 100 Angehörige des Zivilschutzes aus Würenlingen, Untersiggenthal, Turgi und Gebenstorf vom 12. bis 14. September Dienst, wobei vielfältige Aufgaben bewältigt wurden.(mtr)

Die Angehörigen der Bereiche Lage und Telematik wurden schon am frühen Morgen nach dem Einrücken ins sprichwörtliche kalte Wasser geworfen. Für sie stand die Erprobung eines Ernstfalls auf dem Programm. Ihre Vorgesetzten hatten im Voraus ein Katastrophenszenario erarbeitet, das nun – als Übung für den Ernstfall - durchgespielt wurde. Da die betroffenen Zivilschützer nicht wussten, dass der WK für sie gleich auf diese Weise starten würde war es wie im echten Katastrophenfall, wo es auch keine Vorwarnung gibt. „Erdrutsch zwischen Baden und Wil-Turgi, Landstrasse unpassierbar“, „Grosse Schäden im Wald, alle Waldwege unpassierbar“, „Hochspannungsleitungen umgestürzt in den Bahnhöfen Turgi und Siggenthal, Lebensgefahr“. Mit solchen und ähnlichen Meldungen wurden die Zivilschützer bombardiert wobei sie laufend den Überblick bewahren und Rettungsmassnahmen in die Wege leiten mussten.

Während ihren Kollegen im geprobten Ernstfall der Schweiss auf der Stirn stand, richteten die Leute vom Kulturgüterschutz im Untergeschoss des Schulhauses in Untersiggenthal einen Schutzraum so ein, dass in ebendiesem Ernstfall wichtige Kulturgüter sicher vor der Zerstörung aufbewahrt werden können. Zudem wurden in den katholischen Kirchen schützenswerte Objekte identifiziert und digital erfasst. Hierbei wurden auch Überlegungen, wie einzelne Objekte im Ernstfall gesichert werden können, angestellt. Denn während kleinere kulturelle Schätze einfach und schnell abtransportiert werden können, ist dies zum Beispiel bei einem 120kg schweren Kruzifix welches auf 5m Höhe an der Wand hängt schon deutlich komplizierter. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Material und Einsatzkräfte im Ernstfall schon anderweitig gebunden sein könnten.

Wer in diesen Tagen die Bahnunterführung in Turgi passierte und einen Blick Richtung Kindergarten warf, dem fiel das emsige Arbeiten zahlreicher in orange-olive gekleideter Personen auf. Es handelte sich hierbei um die Angehörigen des Bereichs Unterstützung die für die Kindergärtner einen neuen Spielplatz erstellten. Die Motivation unter den Zivilschützern war gross, da man sich gerne für das Wohl der Kinder einsetzte. Auf über 10 verschiedenen Arbeitsplätzen wurden die Arbeiten mit 50 Mann an die Hand genommen. Auch ein Zaun wurde erstellt, der das Kindergartenareal von der stark befahrenen Strasse abschirmt. So ist für die Zukunft der Spielbereich besser von den möglichen Gefahren der Strasse getrennt.

Genauso aktiv wie ihre Kollegen in Turgi war die Küchenmannschaft, die - vom Znüni übers Mittagessen bis hin zum abendlichen Grillieren - fürs leibliche Wohl verantwortlich war. Um auch wirklich alle Zivilschützer zufrieden zustellen war Fourier Markus Pabst – Chef der Küchenmannschaft – täglich sogar 16 Stunden im Einsatz!

Am Donnerstagabend wurden im Rahmen eines Grillierens langjährige, verdiente Mitglieder der ZSO Wasserschloss verabschiedet. Im vergangenen Jahr war die Verabschiedung erstmals in diesem Rahmen durchgeführt worden und auf positives Echo gestossen. So konnten dieses Jahr 15 Angehörige des Zivilschutzes von Andre Bächli, Kommandant der ZSO Wasserschloss, verdankt und verabschiedet werden. Am selben Anlass durften auch noch zwei aktive Zivilschützer aufgrund ihrer guten Leistungen befördert werden. Amweg Cedric vom Bereich Lage wurde zum Gefreiten ernannt und Christian Gamma von der Unterstützung trägt von nun an den Rang eines Wachtmeisters.

Da alle Zivilschützer – ihre jeweiligen Aufgaben motiviert und mit viel Einsatz absolvierten, konnte der Kommandant am Freitagabend ein positives Fazit ziehen und die Männer ins wohlverdiente Wochenende entlassen.

 

 Matthias Treier, Chef Information